Treue Jagdbegleiter seit Jahrtausenden

Jäger und ringelschwänzige Hunde erlegen ein Wildtier (Thar, Steinbock). Höhlenmalerei aus Neolithischer Höhle, Spanien. (Enzyklopädie der Jagdhunde, Räber,H.)
Jäger und ringelschwänzige Hunde erlegen ein Wildtier (Thar, Steinbock). Höhlenmalerei aus Neolithischer Höhle, Spanien. (Enzyklopädie der Jagdhunde, Räber,H.)

 

Höhlenmalereien, die vor ca. 10.000–6.000 Jahren entstanden sind, bezeugen noch heute die frühzeitige, jagdliche Zusammenarbeit von Menschen mit Hunden.  Es ist davon auszugehen, dass der Hund schon in einem frühen Stadium der Domestikation als Jagdhelfer einsetzbar war. Die Jagdweise urzeitlicher Hunde entsprach dem Jagdverhalten von Wölfen. Die Hunde wurden damals hauptsächlich eingesetzt, um das Wild in den Tod zu treiben. Menschen folgten ihnen nach und konnten sich, wenn sie schnell waren, die Beute aneignen. Diese frühen Hundetypen bildeten die Basis für die Entwicklung späterer Jagdhunderassen. So kam es, dass auch antike Hochkulturen sich Hunde zum Nahrungserwerb durch die gemeinsame Jagd zu Nutze machten. In Mesopotamien wurden um 3500 v. Chr. beispielsweise Windhunde als Jagdhelfer bei ersten Treibjagden eingesetzt. Nur geringfügig später folgten ihnen sehr große, kräftige Hunde mit hängenden Ohren, die sogenannten Molosserdoggen, welche ebenfalls für die Jagd auf Löwen, Wildschweine und Wildrinder eingesetzt wurden.  Im frühen Mittelalter waren bracken- und doggenartige Jagdhunde, die aus dem ägyptischen Raum und aus den gallischen Provinzen nach Rom kamen, in Europa weit verbreitet. In der frühen Neuzeit wurde hauptsächlich mit Meutehunden auf Parforce-Jagden gejagt und es existieren Hinweise auf erste  „Schlieffenhündle“, die zur Erd- und Baujagd verwendet wurden. Zum Aufstöbern von Federwild, z. B. für die Beizjagd, diente der Vogel- oder auch Habichtshund. Diese Hunde zeigten auf der Jagd bereits Vorsteh-Verhalten. Ende des 18. Jahrhunderts entstanden, abgeleitet von den alten Leithundrassen und diesen im Aussehen sehr ähnlich, die Schweißhunde als Spezialisten für die Nachsuche.

Für jede jagdliche Aufgabe sind bis heute spezielle Rassen gezüchtet worden. Vom kleinen Kaninchenteckel bis zum großen Irischen Wolfshund. Dabei haben sich in vielen Ländern eigene Rassen und Rassetypen entwickelt die an die Gegebenheiten vor Ort und an die Kultur angepasst sind. In Deutschland sind 62 Rassen vom JGHV (Jagdgebrauchshundeverband) anerkannt (Stand 2015). Einige dieser Rassen finden Sie in meiner Galerie.

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Jagdhund